Nachdem ich bereits einen Tag als Helfer in einer Kindertageseinrichtung tätig war, habe ich nun in der Jugendeinrichtung „Offene Türe Barbaraviertel“ hospitiert und mir unter anderem den dortigen Bolzplatz angeschaut. Ich will wissen, was Sache ist und dazu gehört auch den Alltag der Menschen so zu erleben, wie er wirklich ist.

In der Jugendeinrichtung an der Heerdter Straße heißt das: Kicker spielen, Dartpfeile werfen und beim Musik-Projekt die Schlagzeug-Stöcke in die Hand nehmen. Ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme der Kinder und Jugendlichen zu haben und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, gehört aber genauso dazu.

Anlaufstelle für Jugendliche

Zusammen mit den Jugendlichen stand ich deshalb letzte Woche um 16.30 Uhr vor der Tür, als die Jugendeinrichtung im Barbaraviertel öffnete. Gemeinsam mit dem Leiter der Einrichtung, Niels Elsässer, seiner Kollegin Philine Ringes und dem Rest des Teams ging es darum, den Nachmittag und Abend für die Kinder und Jugendlichen zu organisieren.Bolzplatz

Die „offene Tür Barbaraviertel“ ist eine Einrichtung der Kinder- und Jugendarbeit, die im Jahr 2013 eingerichtet wurde. Sie richtet sich an Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 20 Jahren, die im Neusser Stadtteil Barbaraviertel sowie den angrenzenden Ortsteilen wohnen. In dem Quartier mit hohen Migrantenanteil ist die „Offene Türe“ die einzige Anlaufstelle für die Kinder und Jugendlichen. Träger ist die katholische Jugendagentur.

Bolzplatz gleicht einem See

Neben dem Eindruck vom Alltag der Jugendarbeit vor Ort habe ich auch ein konkretes Projekt mit nach Hause genommen: Der nahegelegene Bolzplatz muss dringend auf Vordermann gebracht werden! So läuft das Wasser bei Regen schlecht ab, wodurch der Bolzplatz regelmäßig unbespielbar wird und eher einem See gleicht. Überhaupt ist der Platz sehr uneben. Zum Glück haben die Jugendlichen bereits selbst Pläne für Sanierung und Umgestaltung erarbeitet, diese müssen aber noch umgesetzt werden. Darüber möchte ich umgehend mit der Verwaltung ins Gespräch kommen, um zu klären, wie mit vertretbarem Aufwand der Bolzplatz hergerichtet werden kann.

Mich hat sehr beeindruckt, mit wie viel Einsatz und Liebe zu ihrer Arbeit sich das Team für die Kinder und Jugendlichen in dem Viertel einsetzt. Leider sind die Räumlichkeiten sehr beengt.

Es ist mir wichtig, einen Einblick in den Arbeitsalltag der Menschen zu bekommen, die in unserer Stadt leben und arbeiten. Nur wenn die Politik eine Vorstellung davon hat, wie beispielsweise in sozialen Berufen der Alltag aussieht, kann man die Menschen auch gut politisch vertreten. Das ist meine feste Überzeugung.

 

 

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