Die Einstellungszahlen bei der Polizei sind oft Gegenstand von politischen Auseinandersetzungen. Nun will die CDU auch noch die vorhandenen Polizisten anders verteilen, und zwar zu Lasten von Neuss und anderen Ballungsgebieten in NRW. Das lehne ich entschieden ab.

In der Anhörung im Landtag zu den Plänen der CDU ließen die Experten kein gutes Haar an dieser „Umverteilungs-Idee“. Kein Wunder: Die Stadt Düsseldorf, in der die Polizei z.B. regelmäßig Demonstrationen vor dem Landtag begleiten muss, hätte nach Plänen der CDU zwischen 92 und 367 Polizisten weniger und auch Köln könnte bis zu 655 Planstellen bei der Polizei verlieren.

Polizei in Neuss könnte zwischen 7 und 29 Beamte verlieren

Auch der Kreis Neuss käme nicht ungeschoren davon: Zwischen sieben und 29 Polizeibeamte weniger würden künftig ihren Dienst in Neuss versehen, käme die CDU mit ihrer Idee durch.

Die CDU will bei der Verteilung der Polizeikräfte in NRW einbeziehen, welche Grundfläche ein Kreis oder eine Stadt hat. Das geht dann zu Lasten der Polizei in den Metropolen, trifft aber auch dichter besiedelte Kreise wie den Rhein-Kreis Neuss oder den benachbarten Rhein-Erft-Kreis.

Düsseldorfs Polizeipräsident Norbert Wesseler lehnt den Plan, die Fläche in die Berechnung einzubeziehen, daher ab: „Die Fläche an sich ist noch keine Belastung, sondern in aller Regel – verglichen mit den Ballungsräumen – ein Vorteil bezogen auf die Kriminalitätshäufigkeit.“

Auch der ehemalige Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Neuss und heutige DGB-Vorsitzende, Udo Fischer, sieht diese Pläne mehr als kritisch und befürchtet eine Schwächung der Neusser Polizei.

Stadt und Land nicht gegeneinander ausspielen

Fakt ist: Wir müssen die Sicherheit im ganzen Land gleichermaßen gewährleisten. Wir dürfen nicht die ländlichen Regionen gegen die Städte ausspielen. Deshalb hat die rot-grüne Landesregierung seit 2010 die Zahl der Neueinstellungen in der Polizei kontinuierlich erhöht. Im Kreis Neuss ist die Zahl der Polizeibeamtinnen und -beamten seit 2010 um 19,56 Planstellen gestiegen.

Ganz anders unter Schwarz-Gelb: Für die Polizei in Neuss war die Zeit der schwarz-gelben Landesregierung gar ein „Minusgeschäft“. So haben sich die Ist-Zahlen zwischen 2005 und 2010, dem Ende der CDU/FDP-Landesregierung, von 639 auf 612 Stellen reduziert. Erst unter Rot-Grün sind die Zahlen wieder schrittweise auf nun 631 Stellen gestiegen.

Dies belegt auch diese Grafik mit den sogenannten „Ist-Stellen“, also den tatsächlich vorhandenen Kräften bei der Kreispolizeibehörde Neuss.

Polizei

Pro Jahr werden nun 2.000 Polizeibeamte neu eingestellt. Mir ist wichtig, dass sich dies so fortsetzt, da es zu einer Verbesserung der Personalausstattung der Polizei in allen Bereichen führt – auf dem Land und bei uns.

Die Einstellungszahlen unter der Regierung von CDU und FDP (schwarz-gelber Balken) und während der Regierungszeit von SPD und Grünen (rot-grüner Balken) sprechen eine deutliche Sprache:

Polizei

 

 

 

Facebooktwittergoogle_pluspinterestlinkedintumblrmail