Nach einem weiteren schweren Verkehrsunfall an der Kreuzung der Kreisstraßen K20 und K30 am Ortsausgang von Schlicherum wollen mein Ratskollege Ralph-Erich Hildebrandt und ich uns in Sachen „Unfallkreuzung“ nicht länger vertrösten lassen. Die verkehrssichere Umgestaltung dieses gefährlichen Kreuzungsbereiches muss endlich angepackt werden.

Im Herbst 2015 ereignete sich an dieser Stelle ein tödlicher Unfall nach Kollision von einem PKW mit einem Sattelschlepper. Anfang September 2016 kam es zu einem weiteren schwerer Unfall mit vier Verletzten und großem Sachschaden, weil ein Polizei- und ein Krankenwagen kollidierten, die auf dem Weg zu einem Einsatz waren.

SPD mit Antrag im Bezirksausschuss wegen Unfallkreuzung

Schon im vergangenen September forderte deshalb die SPD-Fraktion im Bezirksausschuss Rosellen erneut ein Konzept für die Umgestaltung der Kreuzung. Zunächst sollte jedoch ein Prüfergebnis des Rhein-Kreises Neuss und einer weiteren Fachfirma abgewartet werden, weil man die Kreuzung nicht als „Unfallschwerpunkt“ einstufte.

Ich meine, die damalige Einschätzung ist jetzt nicht mehr haltbar und fordere deshalb vom zuständigen Kreis Neuss Maßnahmen, um die Kreuzung sicherer zu machen. Darum werden wir nun auch die SPD-Kreistagsfraktion einbinden. Ziel ist die schnelle Entwicklung von Maßnahmen, die zu einer übersichtlicheren Situation an der Kreuzung führen. Dies könnte durch den Bau eines Kreisverkehrs und einer Tempo 30-Zone auf der St. Antonius-Straße erfolgen.

Unfallkommission prüft Unfallkreuzung

Der Planungsausschuss der Stadt hat sich auf meine Initiative hin bereits mit der Unfallkreuzung befasst. Die Unfallkommission, so berichtete dort die Verwaltung, werde die Unfälle jetzt analysieren. Ich bin mir aber sicher, dass unabhängig vom Ergebnis dieser Untersuchung etwas geschehen muss. Selbst wenn die Kreuzung aus fachlicher Sicht kein Unfallschwerpunkt sein sollte, weil alle Unfälle verschiedene Ursachen hatten, darf man nicht abwarten, bis weitere Unfälle passiert sind.

SPD-Kreistagsmitglied Astrid Westermann wird die Schlicherumer Kreuzung deshalb im Arbeitskreis Planung und Verkehr der Kreistagsfraktion zum Thema machen. Gemeinsam erhoffen wir uns eine baldige Lösung, damit die Kreuzung von K30 und K20 bald verkehrssicherer wird.

 

 

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