Das ist eine gute Nachricht für die Stadt Neuss! Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat bekannt gegeben, dass Neuss eine von 22 weiteren Kommunen im Modellprojekt des Landes „Kein Kind zurücklassen“ wird. Damit gehört Neuss künftig zu insgesamt 40 von über 400 Kommunen in NRW, die einen besonderen Schwerpunkt bei der vorbeugenden Kinder- und Jugendpolitik haben.

Anfang 2012 haben sich die ersten 18 Kommunen auf den Weg gemacht, kommunale Präventionsketten aufzubauen. Das heißt, vorhandene Kräfte und Angebote in den Städten und Gemeinden zu bündeln und Angebote der Bereiche Gesundheit, Bildung, Kinder- und Jugendhilfe und Soziales so miteinander zu verknüpfen, dass Kinder und ihre Familien Unterstützung erhalten und zwar lückenlos von der Schwangerschaft bis zum Eintritt ins Berufsleben.

Viele Unterstützer für „Kein Kind zurücklassen“

Auf Initiative der SPD-Fraktion haben sich der Rat und der Jugendhilfeausschuss der Stadt mit dem Programm „Kein Kind zurücklassen“ befasst. Während der Beratungen des Haushaltes 2017 haben die städtischen Gremien dann „grünes Licht“ gegeben. Auch die Verwaltung hatte dafür geworben, dass Neuss sich um einen Platz in dem Modellprojekt bewirbt. Die Bewerbung der Stadt Neuss wurde also von vielen Unterstützern getragen.

Dies nicht zuletzt, weil das richtungsweisende Modellvorhaben der Landesregierung und der Bertelsmann Stiftung auch international Beachtung findet, wie zuletzt auf dem Kongress der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Anfang Dezember 2016 in Paris.

Auftrag und Verpflichtung zu gleich

Ich bin deshalb hocherfreut darüber, dass Neuss nun offiziell in das landesweite Projekt aufgenommen wurde. Für Neuss ist dies Auftrag und Verpflichtung zugleich, künftig noch mehr den Schwerpunkt auf einer vorbeugenden Politik zu legen.

Modellkommune zu sein hat aber auch direkte, handfeste Vorteile: Bei Förderprogrammen des Landes erhält man als Stadt häufig eher den Zuschlag, wenn man Präventionskommune ist. Außerdem trägt das Land die Hälfte der Gelder der zusätzlichen Personalstelle, die sich mit der vorbeugenden Sozialpolitik befasst.

Eine besondere Stärke des Modellprojektes sehe ich in der wissenschaftlichen Begleitung durch die Bertelsmann Stiftung und die Fachstelle für sozialraumorientierte Armutsbekämpfung. Da auch in der Sozialpolitik ´gut gemeint´ nicht immer ´gut gemacht´ ist, ist es wichtig auf fundierter Basis zu erfahren, welche Präventionskonzepte wirken und wo womöglich Geld an falscher Stelle investiert wird.

Weitere Informationen finden sich auf den Seiten des Ministeriums:
„Kein Kind zurücklassen! 22 weitere Kommunen nehmen teil

 

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