Mich haben einige Bürgerbeschwerden über die Situation auf dem Friedhof in Weckhoven und zu den anderen Neusser Friedhöfen erreicht. Daher habe ich mir nun selbst ein Bild gemacht und mich mit Mitarbeitern der städtischen Friedhofsverwaltung auf dem Friedhof in Weckhoven getroffen.

Insbesondere ältere Menschen bemängelten, dass auf den Friedhöfen die Toilettenanlagen auch tagsüber häufig abgeschlossen seien, wenn kein städtischer Mitarbeiter anwesend ist. Dies ist aber leider notwendig, weil der Vandalismus auch vor Friedhöfen nicht Halt macht. Dies konnten mir auch die Mitarbeiter der Städtischen Friedhöfe Neuss (SFN) versichern.

Die Friedhofstoiletten werden aber alle auf sogenannte Euroschlösser umgerüstet. Hierfür kann man gegen eine kleine Gebühr einen Schlüssel bestellen, der nicht nur bei allen Neusser Friedhöfen verwendete wird, sondern auch europaweit bei viele Behindertentoiletten und auch an Autobahnraststätten etc. zum Einsatz kommt. Voraussetzung ist entweder ein Schwerbehindertenausweis oder eine attestierte Erkrankung wie beispielsweise eine Darm-/Blasenerkrankung. Weitere Informationen dazu finden sich hier: https://www.myhandicap.de/

Stadt verfüllt Kopfsteinpflaster auf dem Friedhof

Ein weiterer Beschwerdegrund war, dass die Wege auf den Friedhöfen, wie beispielsweise in Weckhoven, mit einem Rollator nur schwer zu befahren seien. Dies läge an dem dort verlegten groben Kopfsteinpflaster.

Als Ergebnis des Gesprächs wird dieses Pflaster nun in Weckhoven zusätzlich mit Splitt verfüllt, um die Fläche zu ebnen. Andere Friedhöfe werden überprüft. Zudem sind in Weckhoven bereits am Seiteneingang die Gehwegplatten neu verlegt worden, über die man nun besser in die Kapelle gelangt.

Wichtig ist mir in dem Zusammenhang aber ein Hinweis: Viele ältere Menschen verwenden Rollatoren mit zu harten, zu kleinen Rädern. Diese sind eigentlich nur für glatten Asphalt zu gebrauchen. Neuere Modelle haben hingegen größere, luftgefüllte Räder, mit denen man sich auch auf unebenem Gelände sicher bewegen kann. Diese sind freilich etwas teurer als die Modelle aus dem Discount-Markt, halten dafür aber auch länger.

Eine weitere Erleichterung für Gehbehinderte war mir selbst gar nicht bekannt: Menschen mit amtlichem Schwerbehindertenausweis mit festgestellter Gehbehinderung können von der Stadt unbürokratisch eine Sondergenehmigung erhalten. Hiermit dürfen sie dann mit dem PKW im Schritttempo über den Friedhof fahren, etwa wenn sie ein Grab pflegen oder besuchen möchten.

Insgesamt kann ich feststellen, dass die Bediensteten der städtischen Friedhöfe Neuss sehr hilfsbereit und sachkundig waren. Man merkt sofort, die Mitarbeiter bemühen sich sehr bei Beschwerden und Problemen schnell und unbürokratisch zu helfen, das finde ich ganz hervorragend!

 

 

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