Vor-Ort-Termin an der Unfallstelle in Weckhoven.

Zu einem Vor-Ort-Termin an der Unfallstelle in Weckhoven, an der Ende April eine Radfahrerin tödlich verunglückte, trafen sich Mitte Mai auf meine Einladung hin ein Vertreter des Verkehrslenkungsamtes der Stadt Neuss, der Fahrradexperte vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club), Heribert Adamsky und das Kreistagsmitglied Rainer Schmitz.

Fahrbahnmarkierungen werden verändert

Der tragische Unfall ereignete sich laut Polizeibericht beim Anfahren. Diese Feststellung ist nun Anlass, die Fahrbahnmarkierungen zu verändern.

So werden die Haltlinien für den Verkehr um ca. 2 Meter zurückverlegt und die Haltlinie für den Radfahrer etwas noch vorne verlegt. Die neue Markierung hilft, weil Radfahrer dann für Autos und LKW beim Anfahren während der beginnenden Grünphase besser sichtbar sind. Dies neue Markierung wird für beide Fahrtrichtungen erfolgen und sorgt in ähnlicher Form bereits am Berliner Platz für mehr Verkehrssicherheit.

Zuvor hatte die Verwaltung geprüft, ob eine Veränderung der Markierung auf der Fahrbahn mit denen im Boden verlegten Induktionsschleifen zur Verkehrssteuerung vereinbar ist. Diese Prüfung kam zu dem Ergebnis, dass dies ohne größeren Aufwand möglich ist. Die Neumarkierung der Fahrbahn wird daher aller Voraussicht nach noch vor den Sommerferien erfolgen.

Unfälle werden sich nie ganz vermeiden lassen. Wir müssen aber unser Möglichstes tun und die Erkenntnisse moderner Unfallforschung nutzen, um Unfallrisiken zu minimieren, meine ich.

Ampelschaltung ist justiert

Auch die Ampelsteuerung am Lindenplatz, die regelmäßig wegen langer Wartezeiten für Verärgerung bei den Weckhovenern sorgt, wurde bereits auf meine Anregung hin optimiert. Insbesondere Schulkinder laufen an dieser Stelle häufig „über rot“, wie zuletzt bei einem Unfall am 10. März 2016, bei dem ein 11jähriger Junge verletzt wurde.

Da die Ampel jedoch auch durch sich nähernde Busse gesteuert wird, kann es im Einzelfall trotzdem zur Verzögerung beim „Fußgänger-Grün“ kommen, damit der Busverkehr nicht behindert wird.

Jede Ampelsteuerung stellt letztlich einen Kompromiss zwischen den Interessen der Autos, der Fußgänger und des Busverkehrs dar. Ich hoffe, dass sich mit den aktuellen Justierungen der Umschaltfolge die Wartezeiten für Fußgänger am Lindenplatz reduzieren.

Der  Verwaltung bin ich für ihr schnelles und bereitwilliges Handeln jedenfalls sehr dankbar und gemeinsam versuchen wir das Optimum aus Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer und einer flüssigen Verkehrsführung zu erreichen.

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